SEO braucht Daten und guten Content

SEO braucht Daten und guten Content

Mit smarter Datenauswertung bringt Searchmetrics-Chef Marcus Tober seine Kunden auf die vorderen Google-Plätze. Doch er hat noch viel mehr vor.

Sein großer Schatz besteht aus unzähligen Datensätzen. Und jeden Tag werden es mehr. „Searchmetrics hat einen riesigen Datenpool, den wir für die Suchmaschinenoptimierung für unsere Kunden nutzen“, erklärt Marcus Tober. Der Gründer und Chef des Berliner Software-Unternehmens Searchmetrics weiß, wie er seinen Datenschatz pflegen und auswerten muss, um Kunden weltweit zu besseren Platzierungen bei Google und Co. zu verhelfen. Die intelligente Analyse der gesammelten Informationen ist der Schlüssel zur passgenauen Kundenberatung. „Es gibt nicht das eine Patentrezept für alle Unternehmen, denn für jeden Markt sind andere Faktoren wichtig. Mit unserer datengestützten Marktübersicht können wir jeder Firma die richtigen Werkzeuge an die Hand geben“, sagt Tober.

Smarte Datenauswertung für SEO

Der Berliner ist fasziniert von den Möglichkeiten der smarten Datenauswertung. Und er hat den Ehrgeiz, diese Chancen voll auszuschöpfen. Sein nächstes Etappenziel ist schon in greifbarer Nähe. Tober will mit seinen Software-Lösungen die menschlichen Suchmaschinenoptimierer überflüssig machen. Dazu arbeitet er gerade an einem System, das die Suchmaschinenoptimierung (SEO) weitgehend automatisiert. „Statt zeitaufwändiger manueller Prozesse wird es dann intuitive SEO auf Knopfdruck geben“, verspricht er. Schon Ende 2019 will Tober die neue Software vorstellen.

Damit ist der 40-jährige Unternehmer, der zwischen seinen Firmensitzen in Berlin und San Mateo im Silicon Valley pendelt, meilenweit von den noch immer weit verbreiteten Tipps aus der SEO-Urzeit entfernt. „Es wird ja auf Ratgeber-Seiten tatsächlich immer noch viel Unsinn empfohlen. Etwa, dass jeder Titel ein Keyword enthalten soll.“ Was früher einmal richtig war, überholt sich in der extrem schnelllebigen SEO-Welt so rasant, dass nur die findigen Unternehmen am Ball bleiben.

Für Tober ist der entscheidende Erfolgsfaktor deshalb klar, vor allem im SEO-abhängigen E-Commerce: Suchmaschinenoptimierung muss die Kernkomponente des Unternehmens sein. „Viele Unternehmen sehen SEO nur als Marketingkanal. Dabei muss sie an erster Stelle stehen. Alles muss sich um SEO drehen“, ist Tober überzeugt. Erfolgreiche Pioniere wie Tripadvisor mit einem Suchmaschinenoptimierer an der Spitze machten es vor.

Suchmaschinenoptimierung braucht passenden Content

Denn im Rennen um die besten Plätze müssen Unternehmen fix sein. Searchmetrics ist für seine Kunden schnell, auch um Rankingabstürze zu verhindern. „Wenn Google ein Update macht, musst du rausfinden, welche Bewertungsfaktoren sich geändert haben. Durch unseren Datenpool können wir diese Änderungen sehr frühzeitig erkennen“, erklärt Tober. Im Idealfall so schnell, dass Kunden ihren Online-Auftritt auf die neuen Bewertungskriterien anpassen können, bevor der seine guten Platzierungen einbüßt.

Und welche Rolle spielt Content für ein gutes Ranking? Tober: „Guter Content ist das A und O. Deine Seite kann superschnell sein. Aber wenn der richtige Content fehlt, wirst du keinen Erfolg haben.“ Passender Content sei aber für jedes Geschäftsmodell anders. Wer Abnehmtipps liefert, kommt ohne Bildergalerie und Videos nicht aus. Eine Ratgeberseite zum Thema Scheidung dagegen braucht viel Text, wenig Bild. Auch hier unterstützt Searchmetrics Autoren mit einer Software, basierend auf dem Datenpool. Sie gibt zu jedem Thema meist gesuchte Schlagworte vor und gibt direktes Feedback, wie gut der Inhalt bei Suchmaschinen ankäme.

Mit Blick in die Zukunft hat Tober keine Sorge, dass die technische Entwicklung Suchmaschinenoptimierung einmal überflüssig machen könnte. Unternehmen wollen immer gefunden werden, und Kunden werden immer auf der Suche nach etwas sein, ist Tober sicher. Auch wenn sich die Datenbereitstellung ändert und die Komplexität steigt: „SEO kann nicht aussterben.“

Marcus Tober nennt uns die drei größten Fehler bei der Suchmaschinenoptimierung: Erstens sollte man nicht zu viele Änderungen gleichzeitig machen. So findet man nicht die Effekte der einzelnen Maßnahmen heraus. Besser: Schritt für Schritt ändern und die Auswirkungen beobachten. Zweitens sollte man nicht zu wenig Geduld haben. Bis sich SEO-Aktivitäten in besseren Platzierungen niederschlagen, vergehen einige Wochen, denn Suchmaschinen sind auch nur Menschen. Besser: In Ruhe abwarten. Und drittens ist es nicht sinnvoll, die Tipps von früher zu befolgen. Bei SEO ändern sich die Spielregeln so schnell, dass man sich ständig auf dem Laufenden halten muss. Besser: Spezialisten fragen.

Redaktion SÜDKURIER Alpha

Redaktion SÜDKURIER Alpha

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